„Shhh“ widmet sich in seiner Gänze dem Jazz. Das Nigel Kennedy Quintet – Tomasz Grzegorski (Saxofon, Klarinette, Gesang), Piotr Wylezol (Piano, Hammond), Adam Kowalewski (Bass, Gesang), Krzysztof Dziedzic (Schlagzeug, Gesang) und Xantone Blacq (Percussion) – mischt dabei den Jazz mit Fusioncouleur, Oriental, Blues, Pop und Rock. Über allem schwebt ein Hauch typisch polnischer Jazzkultur. Eine Mischung, die sehr abwechslungsreich angelegt vom ersten Stück an fasziniert. Eine wohltemperierte, mal auch artistisch, rockige Geige weißt die Pfade. Dazu reihen sich die Mitstreiter des Quintett´s kongenial ein, ohne allerdings im Hintergrund der Violine verharren zu müssen - mal smoothy, mal rockig, mal jazzig. Gefühlvoll betont nachdrücklich das Saxophon seine Qualität. Eine harmonisch abgestimmte Fusion erstklassiger Musiker.
Und am Ende lassen wir die Fetzen fliegen. Let´s Dance Pogo mit „Oy!“ - das kesselt. Einen Höhepunkt dürfen wir neben vielen kleine und feinen Raketen nicht vergessen - „Riverman“ - ein Stück aus dem Jahre 1970 von Nick Drake - dem legendären britischen Gitarristen, Sänger und Songwriter, der im Alter von 26 Jahren 1974 an einer Überdosis Antidepressiva verstarb. „Riverman“, eine Ohrwurmnummer par excellence. Bluesig, rauchig, seelenvoll. Einfach nur genial interpretiert von.... man höre und staune.... Boy Georges. Ja, er lebt noch. Kaum wiederzuerkennen mit seiner Whiskey getränkten Stimme. Einfach genial das Stück. Es geht nicht mehr aus dem Gehörgang. Auch Boy George hat sich weit nach Culture Club gewandelt und durchaus eine sehr erfreuliche Entwicklung genossen.
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Nigel Kennedy im Internet: http://www.emimusic.ch/nigelkennedy